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Sommerkampagne „Shutdown“ – Resümee

Nach 8. Kapiteln und insgesamt 9 Spielabenden ging die Sommerkampagne ´08 zu Ende. Die Kampagne war geprägt von einer Art „Resident Evil“ Atmosphäre (war zumindestens meine Absicht 🙂 ) und war auch eine kleine Hommage an Ego Shooter.

Im Kern ging es darum das sich eine Gruppe von „Überlebenden“ aus der abgeschotteten Akrologie freikämpft, während das Bedrohungspotential sich von Abenteuer zu Abenteuer gesteigert hat.

Die Spielabende

Prolog – Die ersten Stunden: Es beginnt mit einem Alarm im Einkaufszentrum, sind wirklich Ökoterroristen dabei einen Anschlag durchzuführen?

Kapitel 1 – Terrorjagd: Terroristen haben das Einkaufszentrum besetzt und ein unheimlicher Prophet tötet Unschuldige.

Kapitel 2 – Die Männer in Weiß: Nach dem die Terroristen von der Garde der roten Samurai besiegt sind, werden die Bewohner von Wissenschaftlern untersucht.

Kapitel 3 – Die Experimente des Prof von Krupt: Hillbert Dillbert wird von Prof. von Krupt gefoltert der bei dessen Befreiung niedergeschossen wird, dabei werden auch umfangreiche Menschenversuche entdeckt.

Kapitel 4 – Das Gilgamesch Projekt: Während der Kämpfe zwischen den Roten und den Blauen Soldaten wird ein Virus freigesetzt der die Menschen in Zombies verwandelt.

Kapitel 5 – Der X Faktor: Mit Hilfe dem Blut des Prof. von Krupt – welcher schwer verletzt in der Intensivstation liegt – aus dem ein Gegenmittel gewonnen wird, kann der Virus bekämpft werden.

Kapitel 6 – Der Auftrag von Mr Huang: Das System der Akrologie steht vor dem Zusammenbruch, sollte der Zentralrechner nicht neugestartet werden droht der völlige Zusammenbruch.

Kapitel 7 – Die Rückkehr der roten Königin: Col. Blake ist ein Verräter und hat Steve Morris erschossen aber der Zentralrechner der Akrologie kann neu gestartet werden.

Kapitel 8 – Die letzten Stunden: Eine wahnsinnige KI wurde erschaffen und alle Kämpfen ums Überleben. Auch wird der Hintergrund des Shutdowns aufgedeckt: Inazo Aneki, der sterbenskranke Gründer von Renraku wollte mit Hilfe der Klontechnik des Prof. von Krupt überleben, als ihm die Zeit unter den Finger zerschmolz musste er handeln – Shutdown.

Das Regelwerk

Das „Welt der Dunkelheit“ System erwies sich als sehr praktikabel. Geändert haben wir aber zunächst die Moral, aber selbst die geänderten Moralstufen praktisch nicht angewendet. Auch war es schwer seine Willenspunkte mit Tugenden & Laster wieder aufzufüllen und selten bekam jemand Erfahrungspunkte aufgrund seiner Schwäche. Dazu war die Kampagne zu actionlastig. Aber der Einsatz der Fertigkeiten, das Verwalten von Schaden, die Kämpfe gingen nach der üblichen Gewöhnungsphase recht rasch über die Bühne.

Die Abenteuer

Das beliebteste Abenteuer mit einer Bewertung von 9,6 war „Die Rückkehr der roten Königin“ ich vermute, weil es schräg war, temporeich und die Kampagne merklich ihrem Höhepunkt zusteuerte. Ich hätte mir gewünscht mir wär das auch bei so einigen anderen Abenteuern gelungen, wobei ich insgesamt mit den Abenteurn der Kampagne recht zufrieden war.
Das unbeliebteste Abenteuer mit einer Bewertung von 6,1 war „Die Männer in Weiß“ was vermutlich an der zähen ersten Hälfte und meiner völligen Überforderung durch die Geiselnahme lag. Schlecht vorbereitet und schlecht improvisiert sind keine guten Zutaten für einen spannenden Abend der für fast alle Beteiligten auch noch negativ geendet hat. Die durchschnittliche Bewertung der Abenteuer lag bei 7,9 und damit bin ich zufrieden, wobei der Begeisterungswert wie ich ihn nenne bei 55% lag :-).

Die Kärtchen für die Ausrüstung, waren wie ich fand ne gute idee um sich schnell und umfassend auszurüsten. Ich fand sie auch sehr praktisch um schnell mal Goodies unter den Spielern zu verteilen. Ich werde daher auch im Herbst die Kärtchen für die Verbrauchsgegenstände verwenden.

Die Spieler

Bedauerlich war der Spielerschwund, wir haben mit 14 Spieler begonnen und mit 6 Spieler die Kampagne beendet. Durchschnittlich hatten wir 7 Spieler pro Abend bei der Kampagne und das ist mehr als ausreichend für eine solche Kampagne. Aber selbst wenn man sagt der erste Abend ist ein reinschnuppern und kennenlernen, das einige danach noch abspringen, lagen wir im Juli immer über den Durchschnitt und im August immer darunter. Man könnte natürlich sagen so ein Sommer ist immer bisserl schwierig, Urlaub, Reisen, Freunde besuchen, Sommertage ausnützen,….
Aber ganz so einfach ist das nicht, die Gründe liegen sicher zum Teil an den Abenteuer bzw. der Spielleitung. Da die erste 7te See Kamapgne „Unter schwarzer Flagge“ bzw. „The Return of the ShadowCorps“ zwei sehr gut besuchte Sommerkampagnen waren mit durchschnittlichen 6 Spielern die ihren jeweiligen Durchschnitt auch gut über den gesamten Sommer hinweg halten konnten, während die zweite 7te See Kampagne bzw. die Deadlands Kampagne mit jeweils 3 Spieler auch gegen Ende der Kampagne immer stärker eingebrochen ist.

Da das Überleben der zentrale Punkt der Kampagne war, war die Sterblichkeitsrate ein wenig höher als üblich. 14 Spieler und 2 Gäste haben bei der Kampagne mitgespielt. Von den 14 Spielern sind 5 gestorben, 3 haben überlebt und die restlichen 6 sind vermisst, vermutlich grösstenteils auch tot. Auch die beiden Gastspieler muß man leider zu den Toten zählen.

Mein Eindruck

Ich persönlich war mit der Kampagne recht zufrieden, ich fand sie stimmig und sie hatte einen roten Faden, auch hab ich mich bemüht die Wünsche der Spieler das einerseits nicht nach dem ersten Abend alles klar war aber auch das es nicht zu komplex wird und nicht mehrere Dutzend NSC gibt zu berücksichtigen. Die NSC waren mit ca. 8 sehr überschaubar und zudem sind alle bis auf einen im Verlauf der Kampagne getötet worden.

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3 Comments

  • Reply
    Doris
    15 Sep 2008 1:43 pm

    Ich muss sagen, dass mir die Kampagne wirklich gut gefallen hat. Es hat Spaß gemacht, durch die Akrologie zu irren, immer neue Aufträge zu bekommen und zu erledigen, immer den Tod im Genick. Ja, manchmal war es etwas deprimierend, doch nicht weiterzukommen, aber es konnten immer wieder gute Lösungen gefunden werden. Die Idee mit den Kärtchen fand ich prinzipiell auch sehr gut, wenngleich immer mehr dazu gekommen ist und eigentlich so gut wie nie etwas weg (außer unseren Seren und natürlich den Nano-Patches). Das Waffenarsenal, das wir hatten war schon beachtlich. *g*
    Danke auch an die beiden Gastspieler. Es war wirklich lustig, mit euch zu spielen und es hat auch gezeigt, wie unterschiedlich es ist, ob nun der Meister einen neuen Charakter ins Spiel schickt, oder ob die Personen von anderen Spielern gespielt werden.

  • Reply
    Gerhard
    15 Sep 2008 11:49 pm

    Die Resident Evil geschichte fand ich sehr spannend auch die Idee mit den rivalisierenden Armeefraktionen und dem Verrat des ewig zigarrerauchenden Col. Blake fand ich sehr stimmungsvoll. Teilweise hatte ich ihn mir sogar so wie den Armeechef aus Akira vorgestellt, aber das ist eine andere Geschichte. Das man nicht alles überleben konnte fand ich schon in Ordnung auch wenn mein eigener Tod letztendlich ziemlich sinnlos war (aber immerhin war ich wieder mit meinem Willi vereint). Eine Scifikampagne im nächsten Sommer finde ich grundsätzlich wieder sehr spannend, nur sollte man aufpassen, dass es nicht wieder darin ausartet einen ganzen Abend lang nur von Punkt A zu B zu gelangen, soviele Konfrontationen und Hindernisse, dabei auch auftauchen mögen.

  • Reply
    Stephan
    17 Sep 2008 12:22 am

    Mir hat ganz gut die Charakterentwicklung gefallen. Anfangs war Jason ein unbegabter Schütze und am Ende konnte er eine Fliege von einem Butterbrot schießen, sogar zwei Fliegen.
    Leider bin auch ich gestorben.
    Mir hat sehr gut die Übersichtlichkeit gefallen im Gegensatz zu den Horden von Namen im Frühjahr und auch die Zetteln waren eine Stimmige Idee, die bei der wenigen Ausrüstung durchaus Sinn gemacht haben.

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