In Nomine Satanis Rollenspiele 1

INS “Mörtels Glück und End”

Auszug aus dem INS Cover

Die Dämonen erhalten einen ebenso einfachen wie höllisch wichtigen Auftrag: Sie sollen den von den Engeln beherrschten Baumeister wieder in die Krallen ihrer besten Agentin bringen – Mausi! Eines Tages wird sie den berühmtesten Baumeister Österreichs, seine Ehefrau und schließlich noch viele weitere Wesen um sich scharen – darunter einen ganzen Zoo. Doch das liegt noch in ferner Zukunft. Hier und heute sieht die Lage deutlich schlechter aus: Die Engel haben Mausi einer Gehirnwäsche unterzogen und stellen sie unter die Bewachung von Pfadfindern.

Also müssen die Dämonen eingreifen, Mausi befreien, ihre Gehirnwäsche rückgängig machen und den Baumeister wieder unter ihren Einfluss bringen. Natürlich läuft dabei kaum etwas nach Plan. Neben den persönlichen Macken der höllischen Einsatztruppe sorgt vor allem ein höchst rätselhaftes Kontrollsystem für Verwirrung: Ein Kreuz kontrolliert eine Katze, die gleichzeitig irgendwie eine Waffe ist, die Katze kontrolliert einen Untoten, der wiederum eine Puppe kontrolliert – und spätestens hier weiß niemand mehr so genau, wer eigentlich wen beherrscht.

Mit vereinten Kräften, viel Improvisation und jener besonderen dämonischen Problemlösung, bei der hinterher niemand erklären kann, warum sie funktioniert hat, gelingt es schließlich doch, alles wieder halbwegs geradezubiegen. Mausi ist zurück, die Engel sind ausmanövriert und der Baumeister gerät erneut unter ihren Einfluss.

Damit beginnt eine Geschichte, die eines Tages noch viel größer werden wird – mit Mausi, einem Baumeister, seiner Ehefrau und natürlich einem ganzen Zoo.

Meisterkommentar

Tja, was soll ich sagen – ein typisches INS-Abenteuer eben. Wobei manche Spieler*innen offenbar von der vermeintlichen „Gutmütigkeit“ ihrer Dämonen beinahe ein wenig entsetzt waren und vermutlich lieber die etwas direkteren Engel gespielt hätten :-). Gerade dieser Widerspruch gehört für mich aber zu In Nomine Satanis dazu: Die Dämonen müssen nicht ständig mordend und brandschatzend durch die Gegend ziehen, oft ist es viel unterhaltsamer, wenn sie versuchen, Probleme mit Charme, Manipulation, absurden Ideen oder möglichst wenig Aufwand zu lösen. Das Abenteuer war entsprechend spontan, chaotisch und ziemlich witzig – und genau so funktioniert INS für mich am besten. Nicht zu viel vorbereiten, nicht zu lange über einen perfekten Plot nachdenken, sondern schauen, welche seltsamen Situationen sich aus den Figuren und ihren noch seltsameren Entscheidungen entwickeln.

Wie immer diente auch diesmal eine Tageszeitung – natürlich eine Boulevardzeitung – als spontane Vorlage für das Abenteuer. Welche Meldung es ursprünglich war, weiß ich inzwischen nicht einmal mehr, aber das gehört fast schon zum Konzept. Für mich ist das meine ganz persönliche Form des Impro-Rollenspiels: ein angenehm schmales Regelwerk, eine Charaktererschaffung, die schon für sich genommen einen beträchtlichen Teil des Spielspaßes ausmacht, und anschließend zehn bis fünfzehn Minuten gemeinsames Blättern in einer mitgebrachten Zeitung. Irgendwo findet sich fast immer eine Geschichte, bei der man nur noch fragen muss: Welcher Dämonenprinz könnte dahinterstecken, und warum interessiert sich die Hölle dafür? Ein paar Ideen später gibt es einen Auftrag, ein Problem und meistens schon die ersten vollkommen absurden Lösungsversuche. Und dann läuft das Abenteuer … meistens :-).

1 Comment

  • Reply
    doris
    18 Aug. 2009 1:58 p.m.

    Ja, lustig wars wirklich, und zwar schon von Anfang an – und es war ein Dämon, der ein Kreuz, das eine Schlange, die eine Schlange, die einen Edelstein hatte. *gg*

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